Das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken und die Wahr- nehmung für ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen zu schärfen - das sind die Ziele des Europäischen Jahres 2010 - ausgerufen von der Europäischen Kommission.
Mit diesem Jahr soll den Vorurteilen und möglichen Diskriminierungen gegenüber von Armutsrisiken und Aus- grenzung betroffenen Menschen begegnet werden. Gleichzeitig sollen Ansätze zu deren Überwindung auf- gezeigt werden. Die Medien spielen dabei eine wichtige Rolle.
Mit dem EJ 2010, mit dessen Durchführung in Deuschland das Bundesministerium für Arbeit u. Soziales be- auftragt wurde, sollen drei große Themenfelder sichtbar werden:
"Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern!"
"Wo ist der Einstieg? - Mit Arbeit Hilfebedürftigkeit überwinden!"
"Integration statt Ausgrenzung - Selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen!"
Öffentlichkeit und Politik sollen mit dem EJ 2010 auf verschiedenen Ebenen für mehr Engagement gewonnen werden. Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände, der unabhängigen Betroffenenverbände und die Initiativen freier Träger sollen Anerkennung und nachhaltige Stärkung erfahren. Zusätzlich werden Unternehmen ermutigt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich freiwillig gesellschaftlich zu engagieren. Es soll deutlich werden, was jeder Einzelne und die Gesellschaft insgesamt gewinnen, wenn soziale Ausgrenzung u. Armutsrisiken verringert werden.
Die Auftaktveranstaltung zum EJ 2010 wird am 25. Februar 2010 in Berlin stattfinden.
Ab November 2009 informieren wir Sie auf einer eigenen Webseite unter über geplante Aktionen und Projek- te im EJ 2010 in Deutschland.
Sie interessieren sich für das EJ 2010 und möchten sich einbringen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales Nationale Durchführungsstelle EJ 2010 Referat Vb4 Rochusstraße 1 53123 Bonn
1,25 Millionen Euro an Fördermitteln gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Vom 14. August bis 28. September 2009 konnten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Vorschläge im Rahmen des Europäischen Jahres 2010 (EJ 2010) eingereicht werden. Das Spektrum der möglichen An- träge war breit: Für Projekte, Aktionen, Veranstaltungen und Wettbewerbe stehen aus Mitteln des Bundes und der EU-Kommission entsprechend der Nationalen Strategie rund 1,25 Millionen Euro zur Verfügung.
Ziel des EJ 2010 ist es, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken und die Wahrnehmung für ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen zu schärfen. Dabei soll den Vorurteilen und möglichen Diskriminierungen gegenüber von Armutsrisiken und Ausgrenzung Betroffenen be- gegnet werden. Zugleich sollen Ansätze zu deren Überwindung aufgezeigt werden. Dabei spielen die Medien eine wichtige Rolle.
Das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung bietet die Gelegenheit, gute Ansätze so- zialer Integration bekannt zu machen und für weiteren Handlungsbedarf zu sensibilisieren. Mit dem EJ 2010 sollen drei große Themenfelder sichtbar werden:
"Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern!"
"Wo ist der Einstieg? - Mit Arbeit Hilfe-bedürftigkeit überwinden!"
"Integration statt Ausgrenzung - Selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen!"
Öffentlichkeit und Politik sollen mit dem EJ 2010 auf verschiedenen Ebenen für mehr Engagement gewonnen werden. Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände, der unabhängigen Betroffenenverbände und die Initiativen freier Träger sollen Anerkennung und nachhaltige Stärkung erfahren.
Zusätzlich werden Unternehmen ermutigt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich freiwillig gesellschaftlich zu engagieren. Es soll deutlich werden, was jeder Einzelne und die Gesellschaft insgesamt gewinnen, wenn soziale Ausgrenzung und Armutsrisiken verringert werden.
Zielgruppen, die durch die Projekte erreicht werden sollten, sind demnach - neben d. allgemeinen Öffentlich- keit - Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Be- hinderung sowie Alleinerziehende, ältere und hochbetagte Menschen, vom Arbeitsmarkt weit entfernte Men- schen, Obdachlose, Menschen mit mehrfachen Problemlagen sowie deren Selbsthilfe- und Betroffenenorga-nisationen, Vereine, Verbände - auch aus den Bereichen Sport und Kultur -, Sozialpartner, die Medien und politische Institutionen.
Die EU-Kommission hat das EJ 2010 ausgerufen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird das Jahr in Deutschland gemeinsam mit den Verbänden und den Betroffenenvertretern organisieren.
Die Auftaktveranstaltung zum neuen Europäischen Jahr wird am 25. Februar 2010 in Berlin stattfinden.
Europäisches Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung startet mit großem Interesse
Zum bevorstehenden Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung (EJ2010) und anlässlich des Internationalen Tags gegen Armut am Samstag, 17. Oktober 2009, erklärt das Bundesministerium für Ar- beit und Soziales:
Mit Stand 17. Oktober 2009, dem 1992 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag gegen Armut erklärten Datum, sind beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales mehr als 800 Anträge auf Förderung im Rahmen des Europäischen Jahres 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung (EJ 2010) eingegangen. Mit dem EJ 2010 sollen das öffentliche Bewusstsein für Armutsrisiken gestärkt, die Wahrnehmung für ihre viel- fältigen Ursachen und Auswirkungen geschärft sowie die Möglichkeiten ihrer Überwindung dargestellt wer- den. Gute Beispiele sollen Schule machen.
Im Rahmen des EJ 2010 spielen drei große Themenfelder eine zentrale Rolle. Sie tragen die Überschriften:
"Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern!" "Wo ist der Einstieg? - Mit Arbeit Hilfebedürftig- keit überwinden!" "Integration statt Ausgrenzung - Selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen!"
Das EJ 2010 wurde von Europäischem Parlament und EU-Kommission ausgerufen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist für die Gesamtkoordination der deutschen Aktivitäten verantwortlich. Es wird bei der Planung und Durchführung von Verbänden und Betroffenenvertretungen beraten sowie von prominenten Botschafterinnen und Botschaftern unterstützt. Die Auftaktveranstaltung zum EJ 2010 wird am 25. Februar 2010 in Berlin stattfinden.
Das Spektrum der über 800 eingereichten, sich in der Sichtung und Prüfung befindenden Anträge ist breit:
So richten sich Projekte, Aktionen, Veranstaltungen und Wettbewerbe sich an Kinder und Jugendliche, Men- schen mit Migrationshintergrund, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung sowie Alleinerziehende, ältere Menschen, Obdachlose und Menschen mit mehrfachen Problemlagen. Antragsteller sind Wohlfahrts-verbände, Betroffenenverbände, Initiativen, Vereine, Kommunen und freie Träger aus allen Teilen Deutsch- lands. Aufgabe der Nationalen Durchführungsstelle im BMAS ist es nun, die Projektvorschläge zu begutach- ten und 30 bis 50 Projekte auszuwählen, die aus von Bund und EU-Kommission zur Verfügung gestellten Mitteln in Höhe von 1,25 Millionen Euro gefördert werden können. Bis Anfang Dezember soll dem externen Programmbeirat ein Paket zur Beratung vorgelegt werden. Anfang 2010 wird die Entscheidung veröffentlicht; die Arbeit in den geförderten Projekten kann dann ab Februar 2010 beginnen.
Der 17. Oktober als Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut steht symbolisch für die Bekräftigung der weltweiten Verpflichtung zum Kampf gegen Armut und Ausgrenzung. Er soll sensibilisieren und die Not- wendigkeit politischen Handelns ins Bewusststein heben. Dies schließt neben der Bekämpfung der Armut in Entwicklungsländern auch die Linderung der Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung im eigenen Land ein.